Sind unsere Mitmenschen von Bedeutung?

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Neulich saß ich da und habe den Sonnenuntergang über den Dächern meiner Nachbarschaft beobachtet. Der sich wiederholende Backstein in dem Mörteldjungel in dem ich lebe. Im Schatten des sich endenden Tages überlegte ich und schaute auf die Menschen um mich herum, die gerade nach Hause kamen. Mütter, Handwerker, Studenten, Geschäftsmänner und Großmütter. Sie alle leben ihre eigenen Leben, ihre eigenen Gedanken und ihre eigenen Geschichten.

Der Kontakt zu Außenwelt war kurz, da die alarmgesicherten Garagentore sie in eine Subkultur einladen. Eine Welt in einer Welt, ein Ort in dem jeder König ist, mit seinen eigenen Regeln und Ansichten. Ein Ort der Liebe und des Lebens ein Ort der Hoffnung und der Fürsorge, ein Ort des Verständnissen und der Freiheit… Jedenfalls hoffte ich das.

Ich realisierte, dass keiner wirklich wusste was in den Leben der anderen, die um sie herum wohnten, passierte. Und niemand wollte sich in der Leben der Anderen einmischen. Als gäbe es ein ungeschriebenes Gesetz das sagt: „ Kümmere dich nur um dich und beachte die Anderen nicht“. Das machte mich traurig und ich wollte daran etwas ändern.

Die Wahrheit ist, das Leben ist ein kurzer Atemzug in der Lunge der Ewigkeit, und die Entscheidungen die wir in diesem kurzen Atemzug treffen entscheiden unsere Ewigkeit.

Die Gesellschaft mag uns sagen, dass wir uns nur um uns selbst und um die Gegenwart kümmern sollen. Aber Jesus macht das nicht. Er ruft uns zur Selbstlosigkeit auf und nicht zum Egoismus. Er ruft uns dazu auf uns auf die Ewigkeit zu konzentrieren. Er ruft uns auf, ein auf Andere ausgerichtetes Leben zu führen.

Für Jesus sind Menschen wichtig, und wenn Menschen für Ihn wichtig sind, sollten sie auch uns wichtig sein.

Es sollte uns wichtig sein, dass in unserer Nachbarschaft Lachgeräusche neben Schreien und Rufen nach Aufmerksamkeit, von der Notwendigkeit des Erfolgs übertönt werden. Es sollte uns nicht egal sein, dass die Menschen von der Arbeit zurückkehren, ohne sich um die Menschen in ihrer Umgebung zu kümmern. Es sollte darauf ankommen, dass die Ewigkeit unserer Mitmenschen, möglicherweise in die falsche Richtung geht.

Wir können unsere Augen nicht vor dieser Abwärtsspirale verschließen die sich in dem Leben unserer Mitmenschen abspielt. Wir müssen für das stehen was wir glauben und ihnen eine alternative Lebensweise zeigen.

Wir müssen lebende Beispiele für Liebe, Akzeptanz, Inklusion und Berufung sein.

Wir müssen unsere göttlichen Überzeugungen und dem Wort Gottes treu bleiben. Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist. Wir müssen Jesus mit unsren Mitmenschen teilen.

Ich bete, dass unser Leben zu einem Zeugnis dafür wird, wer Gott ist, und, dass die kommenden Generationen unserem Handeln folgen. Ich bete, dass unsere Worte der Hoffnung, Gott erlauben werden, Ketten der Verzweiflung zu durchbrechen und Liebe in eine verletzende Welt einzuflößen. Ich bete, dass uns Menschen wichtig sind.